Al-Schifa

 

Die deutsche Übersetzung von Qadi ‘Iyads “Al-Schifa” (übersetzt und herausgegeben von Abd al-Hafidh Wentzel) ist endlich fertig!

Unter den Tausenden von Büchern über den ehrwürdigen Propheten Muḥammad – Allāh segne ihn und schenke ihm Frieden – nimmt das hier erstmals in deutscher Übersetzung präsentierte al-Schifā bi al-Taʿrīf Ḥuqūq al-Muṣṭafā ﷺ [Die Heilung durch Bestimmung der Rechte des Auserwählten – Allāh segne ihn und schenke ihm Frieden!] des begnadeten andalusischen Meisters Qāḍī ʿIyāḍ (1083–1149 n. Chr.) zweifellos eine ganz besondere Stellung ein. So lautet ein geflügeltes Wort unter den Gelehrten: „Gar viele kamen mit den verschiedensten Arzneien, ʿIyāḍ jedoch brachte die Heilung [al-Schifā].“

Scheikh ʿAbd al-Mājid al-Ḥinnāwī schreibt dazu in seinem Geleitwort:

“Dieses großartige Werk zählt zu den grundlegenden, verlässlichen Werken der Prophetenbiographie und wird der Bedeutung seines Namens („die Heilung“) voll und ganz gerecht. Es ist ein hell strahlender Stern, der den Pfad des Reisenden trefflich erhellt und ihm vollkommen genügt; seine Früchte neigen sich den Wahrhaftigen zu und sein süßer, bekömmlicher Trunk mundet den Suchenden. Es vereint eine reiche Fülle an Gutem, makellos treffende Beschreibungen, vielfältiges Wissen und vertrautes Bekanntwerden mit dem Geliebten, dem Auserwählten – Allāh segne ihn und schenke ihm Frieden. In der Tat ist es eine der bedeutendsten und angesehensten Quellen und anerkannten, zuverlässigen Grundlagen. Wie könnte es auch anders sein, wo doch sein Verfasser jener Imām ist, dessen Worte als Beweis gelten, der hochgelehrte, zuverlässige, mit tiefer Einsicht begabte Qāḍī ʿIyāḍ al-Yaḥsubī einer jener glorreichen sieben gerechten Erneuerer, die Allāh für die Aufgabe der Bewahrung und Erhaltung dieser Religion erwählt hat.
Dieses Buch sollte zur geistigen Nahrung jedes Wahrhaftigen zählen und die Lieblingslektüre eines jeden mit Erfolg Gesegneten sein, der nach der Wahrheit, Geradheit des Charakters und einem glücklichen Leben strebt und bemüht ist, unserem erhabenen Meister – Allāh segne ihn und schenke ihm Frieden – nachzueifern, um auf seinem Weg, in seinem Charakter und all seinen Zuständen, sowohl im Diesseits als auch im Jenseits mit diesem zu sein, so wie der Allerhabene es zum Ausdruck bringt, wenn Er sagt: {Wer Allāh gehorcht und Seinem Gesandten, der wird mit jenen sein, denen Allāh Gnade erwiesen hat von den Propheten, den Wahrhaftigen, den Märtyrern und den Rechtschaffenen – und welch treffliche Gefährten sind diese!} (Qur’ān,4:69)
So ist es ein gewaltiges göttliches Geschenk, dass Allāh jenen, die die deutsche Sprache sprechen, mit Scheikh Abd al-Hafidh Wentzel einen vorzüglichen Mann und glaubensstarken Muslim, einen gewissenhaften, wahrhaftigen und inspirierten Forscher geschenkt hat, um dieses edle Werk jenen unserer deutschen Geschwister zu präsentieren, die im Streben nach Vertiefung ihrer Rechtleitung nach weitergehenden Kenntnissen der Lebensgeschichte und Wesensart unseres ehrwürdigen Meisters Muḥammad – Allāh segne ihn und schenke ihm Frieden – suchen.”

Auszüge aus dem Buch finden sich unter den folgenden Links:

Impressum und Inhaltsverzeichnis von “al-Schifa” finden sich unter:  http://warda.info/Al-Schifa_Impressum_Inhaltsverzeichnis.pdf

Das Vorwort des Übersetzers: http://warda.info/Al-Schifa_Vorwort_d_Uebersetzers.pdf

Die Kurzbiographie des Autors aus der Einleitung des Buches:  http://warda.info/Al-Schifa_Qadi_‘Iyad.pdf

Der Abschnitt “Über al-Schifa” aus der Einleitung zu dem Buch: http://warda.info/Al-Schifa_ueber_al-Schifa.pdf

Der Abschnitt mit Erklärungen zu dieser Übersetzung aus der Einleitung:   http://warda.info/Al-Schifa_zu_dieser_Uebersetzung.pdf

Qadi ‘Iyads Vorwort zu “al-Schifa”:  http://www.warda.info/Al-Schifa_Qadi_Iyads_Vorwort.pdf

Einleitung des zweiten Kapitels des ersten Teils  und dessen erster Abschnitt:  http://warda.info/Al-Schifa_2.Kap_Einl_1.Abschn.pdf

Das Buch hat 864 Seiten, Format ca. 16,5 x 24 cm, Hardcover mit farbigem Schutzumschlag, gedruckt auf 70g Chamoispapier, Gewicht 1370g, Preis: siebenunddreißig Euro, Bestellungen direkt vom Verlag an: sales[at]warda.info

Für weitere Informationen rund um das Buch siehe auch:
https://www.facebook.com/pages/Al-Schifa/480903382024202

Published in: on December 12, 2013 at 1:47 pm  Leave a Comment  

Beschreibung des Propheten Muhammad ﷺ

بـسـم الله الرحـمـن الرحـيـم

Von den Eigenschaften des Gesandten Allahs
– Segen und Friede seien auf ihm –
Auszug aus
So war der Prophet  [1]
(Imām al-Tirmidhīs al-Schamā’il al-Muḥammadiyya)
ins Deutsche übertragen
von Abd al-Hafidh Wentzel © 2008

Aḥmad ibn ʿAbda al-Ḍabbī al-Baṣrī und ʿAlī ibn Ḥujr,[2] sowie Abū Jaʿfar Muḥammad ibn al-Ḥusayn, d.h. Ibn Abī Ḥalīma, berichteten uns – und die Bedeutung der Berichte ist ein und dieselbe ­–, daß ʿĪsā ibn Yūnus ihnen von ʿUmar ibn ʿAbd Allāh, dem Schutz­befohlenen des Ghufra, von Ibrāhīm ibn Muḥammad, ei­nem Nachfahren des ʿAlī ibn Abī Ṭālib be­richtete, daß ʿAlī, wenn er den Ge­sand­ten Allāhs – Segen und Friede seien auf ihm, seiner Fa­mi­lie und seinen Gefährten – be­schrieb, zu sa­gen pflegte:

„Allāhs Gesandter – Segen und Friede sei­en auf ihm – war weder lang und dünn noch klein und dick, son­dern von mittlerer Größe unter den Menschen. Sein Haar war weder kraus noch ganz glatt, sondern leicht gewellt. Sein Körper und sein Ge­sicht waren nicht füllig – sein Gesicht war rund und von heller Far­be, mit etwas Rot durchsetzt. Seine Augen waren schwarz, seine Wimpern lang. Er hatte kräfti­ge Ge­len­ke und breite Schul­tern. Sein Körper war nicht über­mä­ßig behaart und eine feine Linie von Haaren ver­lief von seiner Brust bis zu seinem Nabel. Seine bei­den Hände und seine beiden Füße waren kraft­voll; wenn er ging, hob er seine Füße vol­ler Energie, als schrei­te er einen Ab­hang hinunter. Wenn er sich jemandem zu­wand­te, wandte er sich ihm mit dem gan­zen Körper zu. Zwischen seinen Schul­terblättern be­fand sich das Siegel des Prophe­ten­tums, und er war das Siegel der Propheten. Er war der von Herzen groß­­zügigste der Menschen, der wahr­haftigste der Men­­schen in seiner Rede, der sanft­mütigste von ih­nen im Charakter und der edelste un­ter ihnen an Ab­­stam­mung.[3] Wer ihm begegnete, ver­spürte Ehrfurcht; wer Zeit mit ihm verbrachte und ihn kennenlernte, liebte ihn. Jeder, der ihn beschrieb, sagte: ‚Ich habe weder vor noch nach ihm jemanden gesehen, der mit ihm zu verglei­chen wäre‘ – möge Allāh ihn segnen und ihm Frieden schenken.“

weiterlesen…

[1] Dieser Auszug besteht aus der Übersetzung von zwei (von insgesamt über 400) Ḥadīthen aus al-Tirmidhīs Al-Schamā’il al-Muhammadiyya. Die vollständige Übersetzung erscheint Mitte Mai bei Warda Publikationen, Hellenthal, unter dem Titel: Imām Abū ʿĪsā Muḥammad al-Tirmidhī, So war der Prophet – Die Wesensart des Propheten Muhammad ﷺ, ins Deutsche übertragen von Abd al-Hafidh Wentzel.
[2] Al-Ḥāfiẓ ʿAlī ibn Ḥujr ibn Iyās ibn Muqātil ibn Mukhādisch Abū al-Ḥasan al-Saʿdī al-Marwazī (154-244 H.) lebte zuerst in Baghdād und zog später nach Merw, wo er Ḥadīth lehrte. Er gilt als zuverlässiger Überliefe­rer; seine Berichte finden sich in Ṣaḥīḥ al-Bukhārī und Ṣaḥīḥ Muslim.
[3] In einer anderen Version heißt es „und der edelste im Umgang unter ihnen“ und beide Beschreibungen treffen auf ihn ﷺ zu.

Published in: on April 27, 2008 at 2:09 pm  Leave a Comment  
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Misquoting the Qur’an to Misinterpret Islam

HOW MUSLIMS UNDERSTAND THE VERSES WHICH ISLAMOPHOBES TAKE OUT OF CONTEXT

by GF Haddad

“If you tell a lie big enough and keep repeating it, people will eventually come to believe it.” (Nazi propaganda chief Joseph Goebbels)

Geert Wilders in his 15-minute yet tedious “Fitna: the Movie” has used a number of Quranic verses with the aim of attempting to convince uninformed people about the supposedly violent nature of Quranic teachings.

Like the medieval Islamophobes of the European Dark Ages, it is Wilders himself who does violence to the texts by taking them deliberately out of context. He fails to establish even a fictional relationship between the Quranic verses he cuts and the terror news stories he pastes them to.

The following is an abridged guide to the correct meaning of these Qur’anic verses which Islamophobes love to hate and which they have been misquoting and taking out of context to incite hatred of Islam … read more

Published in: on April 10, 2008 at 12:33 pm  Leave a Comment  

Über die Zulässigkeit der „Tawassul“ genannten Praxis der Muslime

Im Namen Allahs des All-Gnädigen, des All-Barmherzigen

Preis sei Allah allein, der keinen Partner hat, und Sein Segen und Friede seien auf dem Besten Seiner Geschöpfe, Seinem Gesandten und Propheten Muhammad und dessen Familie und Gefährten. Gelobt sei Er, der uns vom Irrtum zur Wahrheit, vom Zweifel zur Gewissheit führt durch Seine aufrichtigen Diener und Vertrauten.

An dieser Stelle möchten wir anhand authentischer Hadithe belegen, daß „Tawassul”, das heißt, Allah durch einen Vermittler um etwas zu bitten, keineswegs Götzenanbetung oder Anbetung anderer neben Allah dem Erhabenen ist, wie manche Unwissenden behaupten. Diese Hadithe belegen, daß Tawassul im Islam nicht nur nicht verboten, sondern vom Propheten Muhammad – der Friede sei auf Ihm – selbst empfohlen wurde.

1. Das Hadith vom blinden Mann

Imâm al-Tirmidhi und Ibn Mâjah berichten durch ihre Überliefererketten von Uthman ibn Hunaif, einem Gefährten des Propheten – möge Allah ihn segnen und ihm Frieden schenken – daß ein blinder Mann zum Propheten kam und sagte : „Meine Augen sind von einer Krankheit befallen, darum bete zu Allah für mich.” Der Prophet, möge Allahs Segen und Friede über ihm sein, sagte: „Gehe und vollführe die Gebets-Waschung, bete zwei Raka’at und sage dann: „O Allah, ich bitte Dich und wende mich an Dich durch Deinen Propheten Muhammad, den Propheten der Barmherzigkeit. O Muhammad, ich erbitte deine Fürsprache bei meinem Herrn, daß er mir mein Augenlicht wiedergebe“. (Und in einer anderen Version: „daß er mir in meiner Angelegenheit helfe.“) Und der Prophet – Friede und Segen Allahs sei über ihm – fügte hinzu: „Und wenn ihr einer Sache bedürft, so tut das Gleiche“ [Der arabische Originaltext der beiden Überlieferungen findet sich, mit Kommentar, als PDF-Dokument hier]

2. Das Hadith vom bedürftigen Mann

Tabarani überliefert in seinem Jami‘ al-Kabîr sowie Jami‘ al-Saghîr und al-Bayhaqi in Dalâ’il al-Nubuwwa in einem Hadith von Uthman ibn Hunaif, daß ein Mann wiederholt Uthman ibn Affan (den dritten rechtgeleiteten Kalifen) – möge Allah mit ihm zufrieden sein – bezüglich einer Sache, derer er bedurfte, aufsuchte und Uthman nahm sich seiner Sache nicht an. Der Mann begegnete Uthman ibn Hunaif und beschwerte sich bei ihm darüber. Und dies alles trug sich nach dem Tode des Propheten – Friede und Segen Allahs seien auf ihm – und nach den Kalifaten Abu Bakrs und Umars zu.

So sagte Uthman ibn Hunaif, der einer der Gefährten des Propheten, Friede und Segen sei über ihm, war, die die Hadithe sammelten und Wissen über die Religion Allahs besaßen: „Geh zum Platz, wo die Gebets-Waschung verrichtet wird und vollführe die Waschung, dann komm zur Moschee und bete dort zwei Raka’at und sprich:

‘O Allah, ich bitte Dich und wende mich an Dich durch unseren Propheten Muhammad, den Propheten der Barmherzigkeit. O Muhammad, ich wende mich durch dich an meinen Herrn, daß Er mein Bedürfnis erfülle’, und erwähne deine Angelegenheit. Dann komm, damit ich mit dir (zum Khalifen Uthman) gehen kann”.

Der Mann ging also fort und tat wie ihm aufgetragen war und ging dann zu Tür Uthman ibn Affans – möge Allah mit ihm zufrieden sein. Und der Pförtner kam, nahm ihn bei der Hand, brachte ihn zu Uthman ibn Affan und ließ ihn neben diesem auf einem Kissen sitzen. Uthman fragte: „Was brauchst du?“ und der Mann erklärte seine Angelegenheit, und Uthman erledigte sie für ihn und sagte: „Ich hatte nicht an deine Sache gedacht, bis gerade eben“ und fügte hinzu: „Und wenn du etwas brauchst, so laß´ es mich wissen.“

Der Mann ging fort und traf Uthman ibn Hunaif und sagte zu ihm: „Möge Allah dich belohnen, er wollte sich nicht um meine Angelegenheit kümmern oder mich beachten, bis du mit ihm sprachst.“

Uthman ibn Hunaif antwortete: „Bei Allah, ich habe nicht mit ihm gesprochen, aber ich habe gesehen, wie ein blinder Mann zum Gesandten Allahs kam, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, und ihm den Verlust seines Augenlichts klagte. Der Prophet, Allahs Frieden und Segen sei über ihm, sagte: „Kannst du es nicht ertragen?“ und der Mann antwortete: „0 Gesandter Allahs, ich habe niemanden, der mich führt, und es ist eine große Bedrängnis für mich. Der Prophet -Allahs Segen und Friede sei über ihm – sagte: „Geh zum Platz, wo die Gebets-Waschung verrichtet wird, und vollführe die Waschung, dann bete zwei Raka’at, dann bitte mit diesem Bittgebet.“ Ibn Hunaif fuhr fort: „Bei Allah, wir waren noch nicht auseinandergegangen oder hatten nicht lange miteinander gesprochen, als der Mann zu uns wiederkam als wäre er niemals krank gewesen.“ [Der arabische Originaltext dieser Überlieferung findet sich, mit Kommentar, als PDF-Dokument hier]

Möge Allah unseren Glauben aufrichtig machen, uns nützliches Wissen schenken und unsere Fehler verzeihen!

Und von Ihm ist das Gelingen!

Published in: on February 9, 2008 at 6:02 pm  Leave a Comment  

Offener Brief und Aufruf muslimischer Führer an die Führer der christlichen Kirchen

Ein bemerkenswerter Beitrag zur Völkerverständigung findet sich in einem vom königlichen Aal-Bayt Institut in Jordanien anläßlich des Id al-Fitr (Fest des Fastenbrechens am Ende des Monats Ramadan) initiierten, von 138 international bekannten muslimischen Gelehrten, Imamen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens unterzeichneten, Offenen Brief an die Führer der christlichen Kirchen, in dem sie zu einer Zusammenarbeit im Interesse der gesamten Menschheit auf der Grundlage der Islam und Christentum verbindenden Werte aufrufen.

Eine deutsche Übersetzung findet sich hier…

Das englische Original gibt es hier…

Published in: on October 16, 2007 at 1:50 pm  Leave a Comment  

Tarnkappen-Journalisten und die Mär von der radikalen Süßholz-Fraktion

Nachdem es den deutschen Sicherheitsbehörden erfreulicherweise gelungen zu sein scheint, nach monatelangem Einsatz eine schon im Mai in Presseberichten erwähnte Gruppe potentieller Massenmörder dingfest zu machen, die angeblich von sich behaupten, Anhänger des Islam zu sein, übertreffen sich die unterschiedlichen Vertreter der Journalistenzunft gegenseitig darin, im Nebel herumzustochern und den geneigten Lesern ihrer Blätter und Internetausgaben ihre einmaligen sensationellen Hintergrundinformationen zu verkaufen. Dabei brilliert wieder einmal – wie so oft – Deutschlands vermutlich meistgelesene Kampfpostille des fundamentalistischen Vulgärmaterialismus, DER SPIEGEL, in seiner Online-Version mit detaillierter, vermeintlich akribisch recherchierter, Desinformation.

Da klärt ein „Islamismus-Experte“ dieses Blattes unter dem reißerischen Titel „Radikale Konvertiten: Durchmarsch zum Martyrium“ seine Leser darüber auf, woran man solche „radikalen Konvertiten“ erkennen kann. Er schreibt:

„Lässig kaut der junge Mann auf einem Zweig Süßholz herum, seinem Ersatz für eine Zahnbürste, ganz nach dem Vorbild des Propheten Mohammed.”

Im zweiten Teil seiner Abhandlung erklärt uns der „Experte“ dann, wer die „Salafiten“ sind, indem er ihre Ideologie so beschreibt:

„…der Salafismus, der besonderen Wert darauf legt, das Beispiel des Propheten und seiner Gefährten bis ins Detail nachzuahmen – die Süßholz-statt-Zahnbürste-Fraktion.“

Wenn der Autor auch nur die geringsten Kenntnisse des Islam besäße oder sich bei einem halbwegs gebildeten Muslim informiert hätte, müßte er wissen, daß es sich bei dem vermeintlichen „Süßholz“ um ein Miswak (auch Siwak) genanntes Zahnholz handelt – in der Regel die Wurzel des in vielen Wüstengebieten vorkommenden Arak-Strauches, dessen Extrakt mittlerweile von Schweizer Pharmazieunternehmen wegen seiner mild desinfizierenden und adstringierenden Wirkung zur Herstellung von Zahnpasta verwendet wird. (Eine wissenschaftliche Untersuchung zur medizinischen Wirkung des Zahnholzes auf Englisch findet sich hier)

Dieses Zahnholz hat in der Tat der Prophet Muhammad – der Segen und Friede Gottes seien auf ihm – bereits vor über vierzehnhundert Jahren zur täglichen mehrmaligen Zahn- und Mundpflege empfohlen. Dies zu einer Zeit, in der die Vorfahren der SPIEGEL-Herausgeber vermutlich noch als Leibeigene, ungewaschen und in verlausten Lumpen, gemeinsam mit ihrem Borstenvieh in Laubhütten hausten und ihre mageren Einkünfte für Ablasszahlungen an die lokalen Priester abzuliefern hatten oder, in Ermangelung von Toiletten, die Gräben ihrer Burgen mit ihren Exkrementen füllten, bis ihnen die andalusischen Muslime – jene Anhänger der „Stiftungsurkunde einer archaischen Hirtenkultur“ – die grundlegenden Regeln der Hygiene beibrachten.

Das Miswak, diese „natürliche Zahnbürste“, die in ihrem Inneren bereits die für die Zahnpflege notwendigen Substanzen enthält, und die nach Benutzung einfach ein wenig gekürzt und auf diese Weise so lange weiterverwendet wird, bis schließlich ein kleiner Stummel ohne Schaden für die Umwelt weggeworfen werden kann, wird bis heute weltweit täglich von Millionen von Muslimen – von vielfach eher spirituell orientierten Sufis über die unterschiedlichsten exoterischen Glaubensausrichtungen bis hin zu den extremistischen Wahhabiten – benutzt. All dies trotz weltweiter massiver Werbung der Industriekonzerne für ihre Plastik- und Elektrozahnbürsten und trotz der täglich und überall – wegen der angeblichen Vorteile ihrer jeweils neuesten chemischen Formeln – angepriesenen Zahnpasten, Mundwasser und Pflegemittel.

Der Versuch, den Lesern des SPIEGEL dieses bei vielen Muslimen beliebte Zahnholz, das in fast jeder Moschee und in zahllosen Internetshops erhältlich ist, nun als Erkennungsmerkmal einer radikal-islamischen „Süßholz-statt-Zahnbürste-Fraktion“ zu verkaufen, wird zweifelsohne als eine weitere Glanzleistung in die Annalen des „fortschrittlichen Journalismus“ eingehen, in denen sich dieses Magazin und seine „Experten“ schon so manches Ruhmesblatt gesichert haben.

Offen ist allerdings die Frage nach den Beweggründen des Verfassers, eines „Islamismus-Experten“ mit dem wohlklingenden Namen Yassin Musharbash. Warum schreibt jemand so einen Schwachsinn? Diese Frage lädt geradezu zu Spekulationen ein:

Vielleicht will sich der Autor, weil er wegen seines auf einen „Migrationshintergrund“ hindeutenden, irgendwie muslimisch klingenden Namens unter einem Minderwertigkeitskomplex leidet, im Kreise seiner fortschrittlichen Journalistenkollegen als moderner Plastikzahnbürstenbenutzer profilieren?

Eventuell könnte es sich dabei um eine Art Konvertiten-Syndrom handeln, wie es bei manchen zum „fortschrittlichen Journalismus“ Übergetretenen – ähnlich wie bei anderen Konvertiten – häufiger anzutreffen ist. Herr Musharbash selbst erwähnt ein solches Phänomen in seinem Artikel, indem er den niederländischen „Terrorforscher“ Edward Bakker mit den Worten zitiert: „Grundsätzlich neigen Konvertiten zur Überkompensierung, und das macht sie anfällig für radikale Ideen.” Das Magazin, das ihn für seine Schreiberei bezahlt, nennt sich DER SPIEGEL. Herr Musharbash sollte vielleicht einmal in einen solchen schauen!

Eine weitere Möglichkeit wäre die: Vielleicht ist Herr Musharbash ein verdeckter Tarnkappen-Re-Konvertit, der nur zum Schein zum „fortschrittlichen Journalismus“ konvertiert ist und eine Plastikzahnbürste benutzt, um dann eines schönen Tages, vielleicht beim Schweinebratenschmaus der SPIEGEL-Redakteure im Anschluss an den gemeinsamen Kirchgang, mit seiner Freundin im Arm, ein mit hochkonzentriertem Wasserstoffperoxyd getränktes Süßholzzweigchen aus der Jackentasche zu ziehen, es in sein Bierglas zu tauchen und mit der daraus resultierenden gewaltigen Explosion als „radikaler Konvertit“ seinen „Durchmarsch zum Martyrium“ zu vollenden?

Nach der Ansicht eines von Herrn Musharbash in seinem Artikel „Gotteskrieger an der Heimatfront” genüsslich zitierten jordanischen „Experten“-Kollegen namens Fuad Hussein, der ein angeblich existierendes Phänomen so genannter „Tarnkappen-Konvertiten“ beschreibt (…die ihre Konversion nicht mehr öffentlich machen, um getarnt zu sein, Schweinefleisch essen, in Kirchen gehen, und Freundinnen haben. Niemand weiß, wer sie sind, bis sie zuschlagen), wäre auch die letzte Variante ein durchaus denkbares Szenario!

Sicher sind das letztendlich alles Spekulationen, und nur Herr Musharbash und seine Auftraggeber kennen die wahren Gründe für die Verbreitung solch hanebüchenen Unsinns.

Fest steht jedoch bereits, daß sich Yassin Musharbash mit seiner umfassenden Unkenntnis der Materie und seiner blühenden Phantasie einen Ehrenplatz in der Riege der deutschen „Islam-Experten“ – von Gerhard Konzelmann über Alice Schwarzer und Hans-Peter Raddatz bis zu Peter Scholl-Latour – verdient hat, der ihm sicher in Bälde in Form einer entsprechend dotierten Auszeichnung vergolten werden wird.

Wichtig ist ihm und das sollen sich die SPIEGEL-Leser wohl merken – denn SPIEGEL-Leser wissen mehr! – was Herr Musharbash gegen Ende seines Artikels treffend formuliert:

„Wieso werden aus Neu-Muslimen Terroristen? Eine befriedigende Antwort, ein Profil gibt es noch nicht. Nur Indizien.”

Nun, ein wichtiges „Indiz“ hat Herr Musharbash ja schon beschrieben: es ist das Zahnholz der „Süßholz-statt-Zahnbürste-Fraktion.“

Es ist davon auszugehen, daß die Beamten der verschiedenen Sicherheitsbehörden – allesamt sicherlich fleißige SPIEGEL-Leser – demnächst verstärkt nach „Süßholzkauern“ fanden werden.

Gott schütze uns vor den Terroristen!

© Abd al-Hafidh Wentzel, September 2007

Published in: on September 8, 2007 at 9:27 am  Comments (1)  

Conqueror Sultan Muhammad Fatih’s Istanbul

by Abd al-Hafidh Wentzel

 

First published by Brunei Times 08.07.2007

 OFF the beaten track for most foreign visitors lies Istanbul’s probably most traditional district of Fatih, named after the Ottoman Sultan Muhammad II, the Conqueror (al-Fatih). For me this is a very special part of town. I fell in love with Fatih immediately when a friend, an American resident of Istanbul since many years, took me there for the first time in mid-eighties. 
Visiting the Carsamba area in Fatih for traditional Turkish style clothes, a pair of shalwar, a kind of baggy trousers, and a jubba, a loose buttonless coat, I found the tailor a friendly, welcoming and exceptionally kind man who invited me to his home. In those days my Turkish was rather poor, but after a beautiful meal of good home cooking, several glasses of tea and half-an-hour of jointly rummaging through my Turkish-English pocket dictionary, I understood that he was inviting me to stay with him. I politely declined, pointing out that I had paid for my hotel, but he insisted that next time I was in Istanbul I must accept his offer.
 It was not too long after this visit that I came back to Istanbul and accepted his invitation. Since then, my friend’s extraordinary generosity and hospitality have never slackened, his flat in Fatih has almost become a second residence for me and, after some hesitance, he has also honored me by visiting our family home in Germany, as well as my small domicile in Damascus. But now back to the origins of this amazing Istanbul district: Sultan Muhammad II, or Fatih Sultan Mehmed, as the Turks prefer to call him, was born in 1432 in the then Ottoman Empire capital Adrianople, today’s Edirne, situated in the European part of modern Turkey, not far from the Greek and Bulgarian borders. Sultan Muhammad’s father was Sultan Murad II, his mother Huma Hatun hailed from the Black Sea area of Devrekani/Kastamonu. Like all Ottoman princes, Fatih Sultan Mehmed received a thorough education in all the various fields of religion, science and practical skills necessary for a future sovereign. Historical reports state that he was fluent in seven languages, knowledgeable and pious, a generous sponsor of natural sciences, and an ardent lover of the fine arts. Sultan Muhammad’s spiritual master was Muhammad Shamsuddin bin Hamza, better known as Shaykh Akshamsuddin, a brilliant religious scholar and the successor of his father’s teacher, the famous Anatolian Sufi master Hajji Bayram Wali. Already at a very young age, from 1444-1446, Sultan Muhammad was due to his father’s absence on a military expedition entrusted with the great responsibility of ruling the empire. When, after his father’s death in 1451, he took full control of government affairs, Muhammad II concentrated all his efforts in an attempt to fulfill the prediction of the Prophet Muhammad (peace be upon him), who is reported to have said: “Constantinople will be conquered and what an excellent army will that army be, and what an excellent leader will its leader be!” After several fruitless attempts to take the city from the Mediterranean side, where the straits of the Bosporus were fully covered by the Byzantine archers and catapults from the high city walls, he decided to secretly transport his fleet overland to the shores of the Black Sea. When in 1453 he unexpectedly attacked the city from this wide-open flank, the defenders fled in panic and Sultan Muhammad took the Byzantine capital without extensive losses or bloodshed, earning the title “al-Fatih”. One of the first steps he took as Constantinople’s new sovereign was to reassure the city’s Christian inhabitants of his full guarantee of safety, threatening anyone who would dare to harm them with dire consequences. Then he proceeded to lay the foundations of what is recognized today as the Ottoman features of Istanbul. In total, more than 300 mosques, 57 madrassas (religious schools) and 59 hamams (public baths) were built under his reign scores of them in the new capital. The greatest of all these projects, however, is the imperial complex Muhammad II had built by “Sinan the Elder” (Atik Sinan) – not to be confused with Sulayman the Magnificent’s famous architect Koca Mimar Sinan – to commemorate his victory. At the centre of the spacious precinct lies its sanctuary, the Fatih Camii. Built on top of one of Istanbul’s seven hills, the compound is surrounded by walls with vast gates towards the north and south, and a staircase to the west, leading down the hill towards what is now the district’s main road. Madrassas and other endowment buildings enclose the spacious outer courtyard to the east and west. Twice, after the earthquakes of 1509 and 1766, the mosque had to be reconstructed; the mausoleum of its founder, adjacent to the mosque’s southern wall, was lavishly redecorated in 1865 by Sultan ‘Abd al-‘Aziz. The main entrance to the mosque’s inner courtyard is located to the north, leading to the ablution fountain at the centre of the courtyard, and then, through an enormous portal, crowned with a Quranic inscription in golden letters, into the sanctuary’s raised dome. The inside of the ceiling, as well as part of the walls, are decorated with ornamental painting, reflecting the decorative, baroque inspired stile of 18th century Ottoman architectural design. During the ritual prayers, to which one of Istanbul’s most accomplished muezzins calls in the typical, inimitably melodious Turkish style, the mosque is well attended. After worship the imam recites a page or two from the Quran, and as I personally had the chance to witness on several occasions even the odd non-Muslim visitor who happens to enter the magnificent dome of Sultan Fatih’s mosque cannot help being overcome by the enchantment of its blessed atmosphere. Further south, outside the main compound, there are still more endowment buildings. Muhammad II was, on top of his great insight, strictness and accuracy in matters of community welfare and public interest, famous for his generosity. The waqifname, i.e., the foundational charter for one of his many endowments, contains articles which, among others, bequeath the 136 shops in the Palace District of Istanbul with stipulations on cleanliness “Two persons shall be employed in each of Istanbul’s streets, carrying containers with lime sand and ashes, who are to pace these streets in regular intervals and to cover therewith any spit found thereon” and affordable healthcare “I further hereby ordain the employment of 10 surgeons, 10 general practitioners and three specialists for the treatment of wounds and injuries, who shall go from house to house … to inquire whether any of its inhabitants are in need of medical help.” On welfare, he ordained: “The relatives of martyrs as well as the poor and needy of Istanbul shall be provided with food … They shall, though, not be burdened with appearing there in person to collect their rations, but their food shall be delivered to them in sealed containers after dawn, when no one will notice.” In Ottoman times, mosques with their spacious compounds were far more than just places of worship. Educational institutions on every level, health care, public baths, local administration and social services were all assembled in the immediate vicinity of the mosque. All kinds of businesses and craftsmen established themselves close by, markets provided opportunity for trade. Exactly this is the time-honored pattern one can still recognize in the environs of Fatih Mosque: an entire neighborhood grouped around its central place of worship. On whatever side of the mosque compound you decide to exit, you will always find more interesting spot and sights on your way down the hill. Maybe you’ll make your way south, to Kadin Pazari (ladies’ market), a bazaar spread out below an ancient Roman aqueduct, full of specialties from Eastern Anatolia; or perhaps east, down the steep road, towards Balat or Fener, the latter so called after the old lighthouse on the shore of the Golden Horn, where you can meet descendants of Istanbul’s Greek Orthodox populace whose wellbeing and protection Sultan Fatih guaranteed over 500 years ago. Going down the wide flight of stairs to the west, you will soon hit Fevsi Pasha Caddesi, Fatih’s main shopping street while the road from the northern gate leads you straight to Carsamba Pazari (Wednesday market), named after Istanbul’s largest weekly market, but also famous for its traditional Naqshbandi Sufi community living around the Ismail Agha Mosque, still led by its restorer, Shaykh Mahmud Oflu Efendi. I have found most of Fatih’s population earnest, eager to lend a hand if needed, inquisitive without being belligerent, and easy to befriend, so that to me each time I come to Fatih it feels like coming home.

Published in: on July 10, 2007 at 7:53 pm  Comments (3)  

Visiting Eyüp Sultan

First published as a Brunei Times feature (June 9, 2007):

Visiting Eyüp Sultan

by Abd al-Hafidh Wentzel

All over the world, and especially in the Middle East, we find that places are named after great personalities. Be it cities or towns like the Egyptian Alexandria or its Turkish equivalent Iskenderun, both presumably named after Alexander the Great, or city quarters, like Shaykh Muhyiddin in Damascus, named after the renowned Sufi master Ibn ‘Arabi, as well as Fatih in Istanbul, so called after the fortunate Ottoman conqueror, Sultan Muhammad Fatih Khan. Another one of Istanbul’s famous historical quarters derives its name, Eyüp, from Abu Ayyub al-Ansari, a distinguished companion and one of the standard bearers of the Prophet Muhammad – blessings and peace be upon him and his family and all his companions. Since Ottoman times the Turks have called him Eyüp Sultan, expressing thereby his high rank in the spiritual realm, as amongst the pious he is without a doubt considered the greatest of Istanbul’s countless friends of God – be they among the living or the dead. So it is no surprise that the district where his mausoleum and mosque are situated, a few hundred meters outside the ancient city walls and close to the banks of the estuary known as Golden Horn, should bear his name.
Abu Ayyub al-Ansari was born Khalid, son of Zayd ibn Kulayb, belonging to the clan of Banu Najjar, in the year 587 in Medina al-Munawwara. He embraced Islam at the hands of the Prophet – may blessings and peace be upon him – and swore him fealty at the second pledge of Aqaba. Of all the many Medinan ‘Helpers’ of the Prophet, the ‘Ansar’, he was granted the honour to be the Prophet’s first host when he arrived in Medina after his migration from Mecca. Later on in his life, Abu Ayyub took part in many battles and expeditions, the last of which set out from Damascus during the reign of Muawiya in 668 against the Romans, and was led by the latter’s son Yazid. This campaign had almost reached the outskirts of Byzanz, when its octogenarian standard bearer fell seriously ill. He called for the commander and informed him, that he was about to leave this world. He asked Yazid to press on towards the Eastern Roman capital as far as possible and then bury his body there. When it became obvious to the Muslim army that they were unable to conquer the city, Abu Ayyub was buried outside its walls. The exact burial site was soon forgotten and only rediscovered after Sultan Muhammad Fatih took Istanbul in 1453.
The story goes that after conquering the city the Sultan asked his spiritual mentor, Shaykh Akshamsuddin, to help him find the grave of the noble companion. They set out with great entourage into the woods and thorny thickets outside the city walls, until, after a while, the sage asked for a mat to perform two cycles of prayer asking for divine guidance. When he had completed his prayer and supplicated God, his eyes flowed over with tears. Some of the less pious courtiers started giggling and made comments like, “look, he is crying, because he cannot find it!” But, far from that, his tears were tears of joy, as he had been inspired that just where he had prayed, beside a large plane tree, lay the body of the venerable Abu Ayyub – may God be pleased with him. The plane tree still stands, framed with decorative latticework, in the middle of the inner courtyard of the mosque complex. After Shaykh Akshamsuddin’s words had proved true and the body of Abu Ayyub, untouched by decay through the centuries – for such is one of the divine grants to the friends of God – had been discovered in the spot indicated, Sultan Muhammad Fatih had a finely embellished mausoleum and a magnificent mosque built in memory of the distinguished companion. Each generation of rulers, and countless individual sponsors, have left no effort to adorn and beautify the mausoleum. Calligraphies, crystal chandeliers and silver decorations from different centuries cover the mausoleum’s hall and the radiant tomb chamber. Embedded in the wall facing the direction of prayer is a footprint of the Prophet – peace be upon him – in marble stone framed in silver. Thousands come to visit Abu Ayyub al-Ansari’s grave. Istanbul workers and businessmen in their suits and ties, farmers from Anatolia and modern girls with flashy headscarves casually thrown over, traditionally black clad Muslim ladies, countryside women in their colourful dresses, intellectuals, students and, of course, so many foreigners from all over the globe – they all come to pay their respect, to recite from the Qur’an, to ask for Allah’s blessings, to breathe the subtle air of spirituality in the presence of this great friend of God.
Since Abu Ayyub’s mosque was erected, thousands of prominent personalities, and even more common men and women, have been buried in its vicinity, all in the hope of being raised on Judgment Day together with the Prophet’s standard-bearer. Today Eyüp’s graveyard is one of the biggest of Istanbul; still, almost every pious Muslim of the city would like to be buried here.
From the mosque, framed on both sides by century old graves of Ottoman family members and state officials, towards the landing place of the ferryboats crossing the Golden Horn, leads a stately road, which for a lengthy time in history witnessed the “dressing-of-the-sword” ceremonies marking the ascension of a new sultan. At one side of the road, tucked away inside a green garden full of trees and flowers, lie the premises of a traditional soup kitchen belonging to the ‘waqf’, the endowment, of the Eyüp Mosque. Here, since the days of Sultan Fatih, free food for the poor and needy, the widows, elderly and orphans is cooked in enormous steaming kettles and huge stew pots.
On the opposite side of the mosque, beyond the outer courtyard with its ‘shadirvan’, the round, roofed place for ritual ablutions, typical for all Ottoman mosques, lies a spacious, newly outlaid square, paved with traditional cobblestone, offering an invigorating fountain at its centre and plenty of benches to sit and relax. From a small side street of souvenir shops, bursting with all the paraphernalia a visitor to the mausoleum might want to purchase, be it headscarves, prayer mats or beads, religious books or fragrances, one can hear the sounds of Turkish ‘ilahi’ songs, religious tunes in praise of Allah, Prophet Muhammad, or his companions – blessings and peace be upon him and upon all of them. Around the square, vendors sell ‘simit’, Turkey’s famous sesame curls, which go so well with the strong, sweet local tea, while close by a number of street cafes and several restaurants offer their services.
My personal favourite snack though is a local speciality called ‘güvec’, a flat, oval yeast-dough pastry, covered with minced mutton mixed with a special blend of herbs and spices, sold hot out of the oven in a few small eateries in the neighbouring pedestrian precinct. ‘Güvec’ is typically served with ‘ayran’, a lightly salted yoghurt drink. I have tasted nothing like it anywhere except in this area of Eyüp.
Naturally, there is more to Eyüp than the vicinity of the mosque. Eyüp is a large, densely populated district throbbing with activity, like any other part of Istanbul, packed with businesses, workshops, factories, schools, offices and shops. But, unlike other districts where high rising office towers have taken over, Eyüp has kept its traditional flair; many of the old wooden houses still stand, painstakingly restored under the strict and exacting eyes of the district administration.
Eyüp’s coastal road along the Golden Horn towards Eminönü is lined with time-honoured mosques, dome-covered tombs and a multitude of historical buildings. One of these edifices is the ‘Mehteran’, which used to be the seat of the Ottoman army’s marching bands. Even today, on special holydays, the Mehteran serves as the starting point for processions of turban clad men with huge moustaches, marching in goose step wearing their colourful band uniforms, chanting heroic war tunes to the rhythms of kettle drums and timpani, to celebrate the unforgotten glory of the Ottoman Empire.
Opposite the Mehteran, along the banks of the Golden Horn, stretches a huge, flat, reddish building complex: the ‘Feshane’, erected by Sultan Mahmud II. in 1826, where, until their prohibition by the Kemalists, the ‘fes’, the typical red felt hat worn by Ottoman state officials was manufactured by the hundred thousands. After several years of refurbishment, the Feshane has been turned into an exhibition centre that accommodates a variety of smaller fairs throughout the year. In the month of Ramadan the Feshane’s different halls house expositions of Islamic arts and present, after the special ‘tarawih prayers’ performed during the fasting month, a multifarious cultural program, attended last year, free of charge, by almost two million visitors.
There is much more to be seen in and around Eyüp, but let me finish on this note: Since my first time in Istanbul a visit to Eyüp has always been a must; moreover, on every occasion I have left Eyüp I felt at peace, while at the same time longing to return soon to discover more of its mysteries.

Published in: on June 18, 2007 at 4:26 am  Comments (2)  

Flying into Istanbul

Here is a feature I wrote for the Brunei Times (May 26, 2007):

Flying into Istanbul

by Abd al-Hafidh Wentzel

Having experienced several dozens of airports in Europe, Africa, Asia and the Middle East, flying into Istanbul for me is always a rather pleasant experience and I consider arriving there each time an excellent reason to thank God.
Straight after landing at Istanbul airport – in spite of being the proverbial stranger in this world – I immediately feel comfortable and at home. Entering the colossal new airport complex, long walking belts carry me towards immigration. The supervising administration seems to make sure there are no long queues, immigration officers are friendly and work efficiently. Important for me as an almost fanatical non-smoker, there is no smoking in the airport buildings except for a few especially restricted areas. Luggage arrives within a fairly short time, and customs – except for the odd spot check – usually wave one through with a welcoming smile. Passing through the arrival hall with crowds of men and women waiting for their beloved ones, friends or business partners, moving towards the huge sliding exit doors I have to chose which mode of transport I would like to take into town. With planes arriving more often than not at very late or much too early hours I resent asking any of my friends to go through the unnecessary trouble of picking me up. Accordingly, my choice of transport is between the new subway system, which runs clean, air conditioned trains every twenty minutes into most quarters of the European side of the city, departing from the basement of the airport building, or one of the several shuttle buses to different parts of the city, or one of the airport taxis. The latter two both wait around the clock right outside the arrival hall. Depending on the time of day and assessing the amount of traffic, I usually chose the Metro or the taxi. The subway is obviously the cheapest and, especially during rush hours, the fastest way. The taxi is, of course, the more comfortable solution, especially with my notoriously overweighed suitcase and extra heavy hand luggage.
Unlike their colleagues in many other Middle Eastern countries, Istanbul taxi drivers by and large are polite and correct, switch on their meters before you can ask them to, refrain from smoking unless one expresses that one doesn’t mind, and don’t demand tips or extra “luggage charges”. Into the old part of the city on the European side of Istanbul, where most of my friends live, I favour the route by the coastline above the usually faster but rather boring trip along the motorway. The coastal road provides beautiful sights of the Bosporus with its blue waters meeting the skies on the horizon, the sea flaunting gigantic container vessels, tankers, ferries and fishing boats anchoring or floating about, as well as views of green parks, famous garden restaurants and – maybe most impressive of all – the century old city walls of Byzanz, or “Qustantiniyya”, as Allah’s Messenger Muhammad – blessings and peace be upon him – named this magnificent historical capital of the Eastern Roman Empire and Church. After exchanging a few words, the taxi driver normally realizes from my accent that I am a foreigner and politely inquires where I come from. I usually, after answering him, ask him just the same, because Istanbul’s working class population consists mainly of people from Anatolia, Lykia, Trakya and migrants from Greece or the Balkans. It is really rare to come across a taxi driver whose family has lived in Istanbul for more than one or two generations. After a short time of riding along this lovely coastal road, exchanging bits of information about each others whereabouts, our hometowns, children, families and work, we both become enveloped by a feeling of gratitude for being welcome strangers in this marvellous, ancient city. Finally, arriving at my destination, we depart like old friends with good wishes and prayers for each other’s wellbeing, family and future.
Since the year 1977, when I first visited Istanbul, a lot has changed. In those days Istanbul had a sad flair of negligence about it. In spite of all its historical splendour, the city was rather grey, not very clean and the air was highly polluted. Thank God, within the last ten years Istanbul has become cleaner and greener every year. In spite of the steadily growing number of its inhabitants, estimated at around 17 million today, living conditions in Istanbul have improved a lot. The drinking water and sewage systems have been renewed. The burning of cheap pit coal, which used to poison Istanbul’s winter air with its sulphurous stench, has been banned, and access to natural gas has been provided to all quarters of the city. Likewise, local buses and many private cars now run on natural gas instead of petrol. Thousands of trees and millions of flowers have been planted every year. The city’s historical monuments, especially the mosques, museums, the mausoleums of the Prophets companions – peace and blessings be upon him and all of them – and of the Ottoman Sultans, old schools, sufi convents and libraries, as well as the towers along the city walls and other historical buildings, have been restored and made accessible to the public and visitors. Conveniently for many, apart from its historical importance, Istanbul nowadays also is Turkey’s No 1 business hub. So maybe we will meet you there for one reason or the other. I personally am looking forward to flying into Istanbul again, soon.

Published in: on June 18, 2007 at 4:22 am  Leave a Comment  

Der Papst & die Vernunft: Eine peinliche Entgleisung

Published in: on April 29, 2007 at 10:33 am  Leave a Comment  
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